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Pfarrkirche St. Sebastian |
| Einst Modernste Kirche im süddeutschen Raum an der Autobahn A9 Ausfahrt Nr. 46 | |  | | | 1951 | wurde von Pfarrer Wimplinger aus Neuhaus und Dekan Dr. Vogl aus Pegnitz der Entschluss gefasst eine Kirche in Plech zu bauen. | | 1953 | am 4. Juli fand die Einweihung durch Erzbischof Dr. Joseph Kolb aus Bamberg statt. | | 1956 | Glocken “St. Maria” und “St. Ignatius” aus Pottenstein von Johann Michael Höhn, Bamberg im Jahre 1737 und die Glocke “St. Sebastian” (Ton ‘e‘) von Rudolf Perner, Passau im Jahr 1956 gegossen. | | 1961 | vom Bayerischen Staat als eigene Kirchenstiftung anerkannt | | 1981 | Errichtung der Leichenhalle | | 1985 | Renovierung des Turms | | 1998 | in Denkmalschutz aufgenommen | | 2003 | Renovierung der Kirche Gestaltung der Außenanlage im Zuge der Dorferneuerung Plech |
| | | | | Der gezeigte Kirchenbau von Bernheck ist der Versuch einer modernen Lösung in einem kleinen Dorf in Oberfranken. Auf dem Lande ist die Kirche, viel mehr noch als in der Stadt, der zentrale Ort in geistlicher Beziehung. Er setzte sich, wohleingefügt in die Landschaft, zu jeder Zeit von den Profanbauten ab. Die Einfügung in die Landschaft bedeutet aber in keinem Fall das Kopieren bestehender Bauformen. Hier sollte der Geist unserer Zeit, das Material des Ortes mit dem Zweck des Baues an sich zu einer Einheit gebunden der Kirche ihre Gestalt geben. Die Kirche steht knapp an einem Hang. Das Dach neigt sich einseitig der Hangneigung entgegengesetzt. Die Bedachung des Turmes gegenläufig. Die Stirnmauern stemmen sich schräg gegen den Abhang. So steht der Bau in der Landschaft, einfach, herb und steinig wie diese selbst. Als Material für die Mauern des Turmes und die Stirnseiten des Schiffes wurden die Steine des Veldensteiner Forstes in Beton gebettet aufgetürmt.  Einig mit der äußeren Form zeigt sich die innere. Die Stirnseiten des Schiffes mit den eingelegten Bruchsteinen sind innen wie außen schalungsrauh belassen. Die Seitenwände aus glattem Beton sind einfach weiss geschlämmt. Die Decke ruht auf rot gestrichenen ungehobelten Nagelbindern und steigt an gegen das hochgelegene Fensterband. So zwingen die Fenster den Blick nach oben. In dem durch die Schräge der Decke unsymmetrischen Raum gibt das über dem Altar hängende Kreuz die Richtung. Der Chorraum ist absichtlich räumlich in keiner Weise abgetrennt, so dass das Meßopfer tatsächlich in Gemeinschaft unter allen Gläubigen gefeiert wird. Die Sängerempore liegt vorne oben zwischen Altar und Schiff, ist auf dem Altar ausgerichtet und durch senkrechte Lamellen gegen Einblick geschützt. Der Altar wird durch den Lichteinfall von dieser Seite noch besonders betont. Der Eingangsraum ist durch senkrechte Bohlen mehr symbolisch als tatsächlich vom eigentlichen Kirchenraum getrennt. Der Eingang selbst besteht aus farbigem Glas. Die Konstruktionsglieder, wie Türe, Lüftungsflügel und statisch notwendige Querverbindung setzen sich in Schwarz ab. Die Ausstattung war jungen Künstlern überlassen. Auszug aus “DIE KUNST” 52.Jahrgang Heft 10 vom Juli 1954 Verlag F Bruckmann München. Als ‘Lebensbaum‘ begrünt einheimischer Efeu, unterhalb des Tabernakels gepflanzt, den Altarraum.    (Fotos unter anderem von Irene Lenk, Nordbayerische Nachrichten) | |
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