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Unser Vereinswesen hat eine sehr lange und nachhaltige Tradition. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden fünf unserer heute noch existierenden Vereine nachweisbar gegründet. Den Anfang machte 1864 der Männergesangverein Plech. Schon ein Jahr später folgte die Freiwillige Feuerwehr Plech, wobei diese „aus den Reihen der Turnerschaft“ entstand. Es musste also zu dieser Zeit bereits eine Turnerschaft gegeben haben, von der nichts mehr überliefert ist. Bis zum Jahrhundertwechsel folgten noch die Soldatenkameradschaft Plech und Umgebung (1874), die Freiwillige Feuerwehr Ottenhof-Bernheck (1886) und der Kirchenchor (1889). Leider bereits nach kurzer Zeit wieder verschwunden ist der Plecher Verein „Die Gemütlichen“. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass ein Bürger Anfang der 1990er-Jahre ein Gründungs- und mehrere Versammlungsprotokolle von diesem Verein fand. In schwungvoller Handschrift ist darin geschrieben, dass sich der Verein im Januar 1921 in der „Andreas Strehl’schen Wirtschaft“ (später Moritz Strehl; heute Hauptstraße 21) traf. Der Gründungsball fand am zweiten Osterfeiertag im „Herzog’schen Saale“ (Weißes Lamm; heute Hauptstraße 28 a) statt. „Nichtmitglieder zahlen Eintritt – Herren drei Mark, Damen zwei Mark“ heißt es im Protokoll. Eine „kleine Sensation“ brachte der Fund auch zu Tage. Am 30.Oktober 1921 wurde beschlossen, dass „Weihnachten ein Ball mit anschließender Christbaumverlosung“ stattfindet. „Der Ball wird vom Fußballclub gehalten. Sollte sich ein Fehlbetrag ergeben, so werden die 45 Mark, welche vom Verein an den Fußballclub geleiht sind, dieselben von den Fußballern getragen“, notierte der Schreiber damals. Diese paar Zeilen belegen aber, dass es schon in damaliger Zeit in Plech einen Fußballclub gegeben haben muss, von dem heute ebenfalls niemand mehr etwas weiß. Doch zurück zur Gegenwart. Jüngste Vereine unserer Gemeinde sind der Tierschutzverein „tierisch aktiv“ und die Volkshochschule Plech, die erst im Jahr 2001 beziehungsweise 2002 gegründet wurden. Die derzeit etablierten Plecher Vereine stellen sich auf den kommenden Seiten kurz vor. Hier sollen aber auch die nicht besonders organisierten Gruppierungen genannt werden, denn auch sie leisten großen Anteil an unserem dadurch erst funktionierendem Gemeinwesen. Ihnen allen, den freiwilligen Helferinnen und Helfern in den Vereinen, aber auch denen, die nicht organisiert ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Gemeinde und unserer Bürger zeigen, sei an dieser Stelle recht herzlich gedankt. Allen voran stehen dabei wohl die kirchlichen Gruppen vom Bibelkreis über den Beerdigungschor bis hin zu den Senioren- und Tanzgruppen unter der Leitung der Seniorenbeauftragten der Gemeinde, Henriette Neukam, oder von Annemarie Heckel, die ebenfalls im Seniorenbereich sehr engagiert ist. Bei den Kleinsten ist für Abwechslung in der Spiel- und Krabbelgruppe, die sich im Gemeindehaus trifft, gesorgt. Hier üben auch die Regenbogenkinder unter der Leitung von Andrea Herzog für unterhaltsame Auftritte in der Gemeinde. 1998 entstand auf die Initiative einer kleinen Gruppe unter Federführung von Dr. Anne Thurn am Fuß des Gottvaterberges ein siebengängiges kretisches Labyrinth mit einem Durchmesser von neun Metern. Die uralte Kirwa-Tradition halten in Plech und seinen Ortsteilen gleich drei Kirwa-Gesellschaften in Ehren. Sowohl in Bernheck als auch in Ottenhof und Plech stellen Jung und Alt mit viel Gaudi noch traditionell den Kirwa-Baum auf und tanzen diesen am Sonntagnachmittag aus. Für Einheimische und Gäste immer ein herrliches Vergnügen, zu warten wer denn nun am Ende des Spektakels das Kirwa-Paar des Jahres sein wird. Die Kirchweihen finden in Bernheck am ersten Wochenende im Juli, in Ottenhof am zweiten Wochenende im Juli und in Plech am letzten Wochenende im August statt. Passend zu den Kirchweihen unterhalten seit einiger Zeit die Ottenhofer „Fruuschweiher-Musikanten“ (wie sie sich selbst gerne nennen) mit traditionell fränkischer und bayerischer Volksmusik. Mehr für besinnliche Töne beispielsweise bei Heimatabend oder im Advent sorgt die „Plecher Stubenmusik“. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an die Plecher „Rahmstell’n-Musikanten“, die mittlerweile in der gesamten Umgebung einen guten Namen haben, wenn es um originelle Faschings- oder Kirwa-Musik geht. Große Verdienste an der musikalischen Vielfalt in unserer Gemeinde hat Musiklehrer Hans Pesahl, der seit Jahrzehnten immer wieder junge, begabte Plecher Kinder an die verschiedenen Instrumente heranführt und sich gerade für Gruppen wie die Stubenmusik, die „Fruuschweiher-Musikanten“ oder die „Rahmsteller“ sehr engagiert. Im Jahr 2005 wagte eine Anzahl junger, theaterbegeisterter Leute aus Plech und Umgebung etwas völlig Neues. Unter der Regie von Taner Karaca und der musikalischen Leitung von Michaela Hardung, unterstützt vom Chor „Grain of Seed“ studierten die jungen Künstler das Musical „Tanz der Vampire“ ein und begeisterten damit an drei Tagen das Publikum in der vollbesetzten Mehrzweckhalle in Plech. Angespornt den vielen zufriedenen Gästen wiederholte die Jugendtheatergruppe Plech ihren Erfolg auch im Jahr 2007 mit der Darbietung des Musicals „Moulin Rouge“. Viele Einheimische und Besucher hoffen, dass die Jugendtheatergruppe weitere derartige Glanzleistungen zeigt. Neben SPD-Ortsverein und Überparteilicher Wählergruppe Plech (ÜWG) gestalten zwei weitere unabhängige Wählergruppen aus Ottenhof und Bernheck die Kommunalpolitik in der kleinen Marktgemeinde entscheidend mit. Sowohl die Wählergemeinschaft Bernheck als auch die Wählervereinigung Ottenhof stellen seit Jahren, derzeit mit Karl Schuster und Willi Kalb beziehungsweise Reinhold Meyer und Gottfried Müller, zwei Mitglieder des Marktgemeinderates. Komplettiert wird das Gremium derzeit von SPD-Rätin Heidi Gentsch. Jüngste Initiative aus den Reihen unserer Bürgerschaft ist der Bürgernetzverein Plech, der erst seit dem vergangenen Jahr besteht. Mit seinem Engagement haben wir in kurzer Zeit erreicht, dass alle Plecher Ortsteile in naher Zukunft die Vorteile der modernen Breitbandtechnik nutzen können. |
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